IG Jazz Berlin Jazzwoche Berlin

Pressemitteilung 04.06.2026: Jazzwoche Berlin #8: Das Diskursprogramm und Podcast B:jazz

20. und 21. Juni 2026 Gelbe Villa Kreuzberg, Wilhelmshöhe 10, 10695 Berlin

Auch in diesem Jahr bietet die Jazzwoche Berlin #8 wieder spannende und anregende Diskurse sowie Workshops rund um die Situation von Jazzmusiker*innen und ihre alltäglichen Rahmenbedingungen an. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie künstlerische und institutionelle Entscheidungen entstehen, wer Einfluss auf Auswahlprozesse und Förderstrukturen hat und welche Rollen dabei Freiheit, Verantwortung und strukturelle Bedingungen spielen.

Das Diskursprogramm ist kostenlos und findet in der Gelben Villa in Kreuzberg statt.
Eine kostenlose Kinderbetreuung wird während des gesamten Diskursprogramms angeboten.

Samstag, 20.6.26, 16 Uhr, Panel
ROUND TABLE – …auf dem Weg zu einem Zentrum…

Stand, Input und Dialog zum House of Jazz / Zentrum für Jazz und Improvisierte Musik,
mit Kathrin Pechlof

Samstag 20.6.26, 17.30 Uhr, Kurzfilm
Dream Baby Dream
Einführende Worte von Nadin Deventer
Der experimentelle Kurzfilm DREAM BABY DREAM, der im Rahmen des Jazzfest Berlin 2025 realisiert wurde, wurde bei seiner Weltpremiere in Washington, D.C. auf dem Liminal Dance Film Festival mit dem IN Series COUNTERPOINT AWARD ausgezeichnet für seine visionäre Kollaboration zwischen Musik und Bewegung sowie seine außergewöhnlichen interdisziplinären Ansätze im Tanzfilm!

Samstag 20.6.26, 18 Uhr, Panel
Improvising collective change: Jazz, Demokratie und tragfähige Strukturen
Ulla Giesler, Programmleitung Vincentino e.V. / Nadin Deventer, Leitung Jazzfest Berlin
Wie wird Jazz vermittelt – und welche gesellschaftlichen, institutionellen und strukturellen Bedingungen ermöglichen oder begrenzen diesen Prozess? Das Panel fragt nach der Rolle von Vermittlung im Spannungsfeld von demokratischer Teilhabe, kultureller Vielfalt und zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie resiliente Strukturen entstehen können, die Offenheit, Zugang und künstlerische Entwicklung langfristig tragen.

Sonntag, 21.6.26, 15.30 Uhr, Panel
Improving the Collective: Social justice in our scene
Korhan Erel, Shanice Ruby Bennett, Emily Intsiful
Dieses Panel rückt unterschiedliche Perspektiven von Musiker*innen aus der Jazzszene in den Mittelpunkt und macht sichtbar, wie soziale Ungleichheiten, Klassismus und strukturelle Barrieren im Alltag künstlerischer Praxis erlebt werden. Aus einer intersektionalen Perspektive geht es um Zugänge zu Ausbildung, Netzwerken und Arbeitsmöglichkeiten – und darum, wie diese Erfahrungen je nach sozialer Position sehr unterschiedlich aussehen können. Im Gespräch wird ausgelotet, welche Veränderungen notwendig wären, um mehr soziale Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Teilhabe in der Szene zu ermöglichen.

In Kooperation mit der Deutschen Jazzunion

Sonntag, 21.6.26, 17 Uhr, Workshop/Speed-Dating
Collective Improv(e)ment im Alltag: Tools für Musiker*innen
Dieses Format bietet kurze, alltagsnahe Inputs für selbstständige Musiker*innen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen des Arbeitsalltags: von Proberäumen über Honorargestaltung bis hin zu Förderstrukturen, rechtlichen Grundlagen und mentaler Gesundheit. Ziel ist es, praktische Orientierung zu geben und Werkzeuge zu teilen, die das Arbeiten in der freien Musikszene erleichtern und nachhaltiger gestalten.

Der Podcast B:jazz
Auch in diesem Jahr wird es während der Jazzwoche Berlin #8 wieder den Podcast B:jazz geben.  Die Journalistin Aida Baghernejed führt Gespräche mit vier Musiker*innen der Berliner Jazzszene: Uli Kempendorff, Laura Robles, Vincent Bababoutilabo und Gugulethu Duma aka Dumama. Was bedeutet collective improv(e)ment für sie, welchen Blick haben sie auf die Berliner Szene und was inspiriert sie besonders.

Die Podcasts werden während der Jazzwoche veröffentlicht und sind auf allen gängigen Podcastplattformen zu hören.  

https://www.ig-jazz-berlin.de/jazzwoche-berlin/programm 

https://www.ig-jazz-berlin.de/jazzwoche-berlin

Die Jazzwoche Berlin wird seit 2019 von der IG Jazz Berlin initiiert und organisiert. Sie ist gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die IG Jazz Berlin ist die kulturpolitische Vertretung der Berliner Szene für Jazz und Improvisierte Musik. Mit derzeit rund 400 Mitgliedern vertritt die IG Jazz Berlin die Belange der vielfältigen Berliner Szene - nicht nur ihrer Musiker*innen, sondern auch ihrer Veranstalter*innen und sonstiger Akteur*innen im Bereich von Jazz und Improvisierter Musik.