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Bisherige Arbeit

Tätigkeitsberichte IG Jazz Berlin

2016
Öffentliche Vorstellung der Jazzstudie  im Kulturausschuss des Bundestages.

In Kooperation mit der Senatsverwaltung:
– Initiierung des Jazzpreises Berlin, dotiert mit 15.000€ (erste Vergabe 2017)
– Einrichtung einer neuen Förderlinie für Jazzmusikerinnen aus Mitteln des Künstlerinnenprogramms, dotiert mit bis zu 20.000€.
– Erhöhung der Fördermittelvolumina im Bereich Jazz auf 384.000€
– Einrichtung einer Raumkoordinatorenstelle für die Musik im Rahmen der Raumevaluierung durch den Arbeitskreis Räume der Koalition der Freien Szene (Stelleninhaber: Meinrad Kneer)

2015
In regelmäßigen Treffen mit der Senatsverwaltung wurden die Förderstrukturen des Berliner Senats überarbeitet. Die Studioförderung wurde auch auf Videoproduktionen ausgedehnt und kann neben den Studiokosten nun auch Gagen für die beteiligten Musiker umfassen. Die Tourneeförderung wurde mit 80€ pro Konzert und Musiker pauschaliert und das Abrechnungsverfahren stark vereinfacht.

Insgesamt standen 2015 der Förderung im Jazz 292T € zur Verfügung (z. Vergl. 2014: rund 140T € nach Abzug der 60 T für die Ertüchtigung des senatseigenen Studios).

Zusammen mit der Initiative Neue Musik (INM) und der Vereinigung Alte Musik bildet die IG Jazz das DACH/Musik, welches sich regelmäßig trifft, um gemeinsame Belange zu koordinieren.

Nach wie vor ist die IG Jazz außerdem Mitglied der Koalition der Freien Szene.
Deren unermüdlichen Arbeit ist zu verdanken, dass ein Teil der City-Tax-Einnahmen des Senats an die Freie Szene ausgeschüttet wird.
2015 floß dieses Geld in 15 Arbeits- und Recherchestipendien im Bereich Jazz. Für 2016 wurde ein spartenübergreifendes Förderinstrument zur Vergabe der City-Tax-Mittel eingerichtet, dessen Jury einen Vertreter der IG Jazz enthält und welches mit 3,5 Mio € ausgestattet ist.

Ebenfalls vertreten ist die IG Jazz im AK Räume. Für die Ertüchtigung und Bestandssicherung von öffentlichen Liegenschaften und Räumen arbeitet das aus der Koalition der Freien Szene hervorgegangene Gremium mit dem Senat und der Gesellschaft für StadtEntwicklung (GSE) zusammen und evaluiert die entsprechenden Objekte. Das Ziel ist das Erschließen von weiteren – auch spartenübergreifenden – Produktionsstätten im Innenstadtbereich, wo Musiker zu günstigen Konditionen akustisch geeignete und atmosphärisch gute Proberäume mieten können.

Gemeinsam mit der INM konnte bereits ein Proberaum für größere Ensembles eingerichtet werden („Die Wache“, Eberswalder Straße), seine Finanzierung hat der Berliner Senat auch für die kommenden Jahre übernommen.

Außerdem wurde die Jazzstudie der Universität Hildesheim weiterhin durch die IG Jazz begleitet.

2014
Der Dialog mit der Berliner Senatsverwaltung für Kultur wurde intensiviert und zeigte erste Erfolge (u.a. durch Gespräche mit Kulturstaatssekretär Tim Renner im Rahmen der Koalition der freien Szene). So konnte für das Folgejahr erstmals eine Erhöhung des bisherigen Förderetats von EUR 130.000,- auf EUR 200.000,- erreicht werden.
Des Weiteren führte die IG Jazz erste Gespräche mit dem Rundfunkrat des RBB mit dem Ziel, eine bessere Repräsentation des Jazz und insbesondere der regionalen Szene im Sendeprofil des RBB zu erreichen. Diese Initiative wurde von Prof. Martin Rennert (Präsident der Universität der Künste Berlin) in einem Brief an die Intendantin des rbb, Dagmar Reim, unterstützt.
Weiterhin wurde eine intensive Arbeit in der Koalition der Freien Szene geleistet, insbesondere in der Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Musik (Dach Musik), die immer deutlicher zu einer Anerkennung der Musikform Jazz als wichtigen Teil der Berliner Kulturszene auch von Abgeordneten des Berliner Senats führte.
Bereits Ende 2013 war ein neuer Vereinsvorstand gewählt worden. Allerdings wurde die Satzungsänderung von 2012 und dadurch auch die Vorstandswahl von 2013 vom Amtsgericht nicht anerkannt. Die Lösung dieser vereinsrechtlichen Probleme zog sich bis in den Oktober 2014. Im Dezember 2014 konnte endlich der neue Vereinsvorstand gewählt werden, welchem Nikolaus Neuser, Bettina Bohle, Florian Bergmann und Johannes Lauer anghören.

2013
Im Rahmen einer stärken Involvierung in die „Koalition der Freien Szene“ fanden wöchentliche Koalitionstreffen statt sowie die Mitarbeit an der Vordereitung und Durchführung der Kampagne „Freie Szene stärken“ im September 2013.
Gleichzeitig konzentrierte sich die IG Jazz Berlin auf die Möglichkeit, über die in Aussicht stehenden Einnahmen der City-Tax eine Aufstockung der Fördermittel für Kultur zu generieren. In diesem Rahmen wurden Im Sommer 2013 Einzeltreffen mit insgesamt 65 Abgeordneten der Regierungskoalition durchgeführt, um eine Wahrnehmung und Vorstellung des Begriffes „Freie Szene“ und der Arbeitsweise der darin tätigen Künstler herzustellen und zu schärfen.
Parallel dazu gab es weitere Treffen mit der Senatsverwaltung, um unter anderem eine Strategie für die City Tax auszuarbeiten. Zudem trafen sich erstmalig die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ), das Jazzinstitut Darmstadt und der IG Jazz Berlin mit dem Ziel, die Konzeption einer Studio zu Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jazzmusikern in Deutschland zu erarbeiten. Diese soll in Zusammenarbeit mit dem kulturpolitischen Institut der Universität Hildesheim durchgeführt werden.

2012
Die Arbeitsziele der IG Jazz Berlin wurden ausformuliert. Dazu gehörten die Evaluation der bestehenden Fördermittel, -ergebnisse und –höhen, die Aufstellung von Bedarfen in der aktuellen Szene, die Darstellung der Veränderung der künstlerischen Praxis in Berlin während der letzten zehn Jahre, und das Aufzeigen der Möglichkeiten, diesen durch die Veränderung der Förderpraxis gerecht zu werden.
Es fanden weitere Treffen mit der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten statt, um die IG Jazz Berlin als Interessenvertretung der Berliner Jazzmusiker und –initiativen einzuführen. Zudem gab es Antrittsbesuche im Berliner Abgeordnetenhaus bzw. bei Vertretern des Kulturausschusses, mit dem Chef der Senatskanzlei (Beauftragter für die Bildung des MusicBoards) und mit Vertretern des Verbandes unabhängiger Musikunternehmer (VUT), der BMC und der Club Commission.
Ab Februar 2012 begann das Engagement in der sich bildenden „Koalition der Freien Szene“. Parallel dazu wurde das Netzwerk „Dach/Musik Berlin“ aufgebaut, mit welchem der Austausch mit anderen von der Berliner Senatsverwaltung geförderten Musiksparten einherging. Dies führte vor allem zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Musik (inm).
Im Rahmen der Erarbeitung des 10-Punkte-Planes (Förderkatalog) der „Koalition der Freien Szene“ wurden erstmalig Bedarfsgrundlagen erfasst und erstellt.

2011
Die Interessensgemeinschaft Jazz Berlin e.V. wurde am 11.12.2011 gegründet. Der erste gewählte Vorstand bestand aus Ulrich Kempendorff, Marc Schmolling, Melanie Rossmann und Ignaz Schick. Zu den Gründungsmitgliedern zählten darüberhinaus Alexander Beierbach, Ernst Bier, Ulf Drechsel, Philipp Gropper, Johannes Lauer, Kathrin Lemke, Yohko Mizushima, Almut Schlichting und Zoran Terzic.
Der Gründung ging eine Online-Petition für die Erhaltung der Fördermittel des Berliner Senats für den Bereich Musik voraus, die über 2000 Unterzeichner fand. Zudem gab es
erste Gespräche mit der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und mit Vertretern der Berlin Music Commission (BMC) im Rahmen der Konzeption des MusicBoards. Dazu gab es ein Positionspapier der IG Jazz Berlin.