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Die IG Jazz Berlin

NEWS

JAZZWOCHE 2020
Die 2. Berliner Jazzwoche wird vom 10. bis 16. August 2020 stattfinden.

JAZZPREIS 2019
Der Jazzpreis 2019 geht an Silke Eberhard und wird gemeinsam von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und vom Rundfunk Berlin Brandenburg vergeben.
Die Preisverleihung mit Konzert findet am 13. August im kleinen Sendesaal des rbb im Rahmen der Jazzwoche statt.

 

 

ÜBER DIE IG JAZZ BERLIN

Die IG Jazz Berlin versteht sich als die politische Vertretung von Akteuren aus den Bereichen Jazz- und Improvisierte Musik.

Mit derzeit ca 250 Mitgliedern vertritt die IG Jazz die Belange der vielfältigen Berliner Jazz- und Improszene und meint damit explizit nicht nur Musiker*innen sondern auch Veranstalter*innen und sonstige Akteure im Bereich der Jazz und Improvisierter Musik.

Unsere Gesprächspartner sind dabei vor allem die Berliner Kulturverwaltung, der Kultursenator und Abgeordnete sowie der Rundfunk Berlin Brandenburg, der Landesmusikrat und andere Vertreter aus Politik und Kultur.

Berlins Bedeutung im Bereich Jazz und Improvisierter Musik in allen Facetten und Spielarten ist unumstritten. Nicht nur bundesweit, sondern auch international genießt die Berliner Szene für ihre Lebendigkeit, Offenheit und Experimentierfreudigkeit große Anerkennung und befindet sich doch gleichzeitig in einer kulturpolitischen und gesellschaftlichen Nische.

Die Anliegen der Akteure zu vertreten und auch ihre Bedeutung in den Vordergrund zu rücken sieht die IG JAZZ BERLIN als eine wichtige Aufgabe.

Die IG JAZZ  wurde 2011 gegründet – damals aus der akuten Notwendigkeit heraus, eine Umwandlung der Kunstförderung in eine Kreativwirtschaftsförderung zu verhindern.
In enger Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Musik und anderen Künstler-Verbänden sowie in Gremien wie dem DACH Musik und der Koalition der Freien Szene wurden seitdem einige wichtige Schritte gemacht.
Seit der Gründung sind viele neue Themen und Aufgaben dazu gekommen.

 

AKTUELLE THEMEN

1. Konzeption neuer und Weiterentwicklung bestehender Förderinstrumente für Musiker*innen und Veranstalter*innen

Die IG Jazz kooperiert mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa bei der Konzeption neuer und Weiterentwicklung bestehender Förderinstrumente (Projektförderung, Stipendien incl. Studioförderung, Tourneeförderung, Künstlerinnenförderung, Ensembleförderung, Spielstättenförderung, Basisförderung). An dieser Stelle ist die IG JAZZ die Schnittstelle zwischen Szene und Verwaltung.

>>>  Es konnte erreicht werden, daß die Fördermittel für Jazz und improvisierte Musik schrittweise von 130.000 € (2011) auf 800.000 € (2019) erhöht wurden (Projektmittel, Stipendien und Basisförderung).
>>>  Einrichtung eines Projektförderprogramms für Frauen „Jazzförderung im Künstlerinnenprogramm“
>>>  Es konnte erreicht werden, daß 2018 erstmals eine Basisförderung zur strukturellen Stärkung grosser Ensembles aus dem Bereich Jazz und improvisierte Musik eingerichtet wurde. Ab 2020 ist dieses Förderinstrument mehrjährig.

Weiterin besteht die Forderung nach einem nachhaltigen und strukturellem Förderinstrument für Veranstalter*innen im Bereich Jazz und improvisierte Musik.
Hier über ist die IG Jazz mit der Verwaltung und mit den Berliner Veranstalter*innen in konstruktivem Austausch.

Grundsätzlich besteht immer die Forderung nach Erhöhung der Mittel. Derzeit kann nur ein Teil der Aktivitäten in Berlin ausreichend finanziert werden.
Das Volumen der Antragssummen liegen ständig weit über dem Volumen der zu vergebenden Mittel.


2. Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Musiker*innen aus den Bereichen Jazz und improvisierter Musik

>>>   Erreicht werden konnte die weitgehende Durchsetzung von Mindeststandards für Konzert- und Proben-Honorare bei öffentlich geförderten Projekten (siehe Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen)
>>>   Einrichtung und Verwaltung des  kostenlosen Probenraumes „Die Wache“ für professionell arbeitende Berlin Musiker*innen aus den Bereichen Jazz, Impro und Neue Musik (gemeinsam mit der initative neue musik).
>>>   Mitarbeit bei der deutschlandweiten Jazzstudie 2016 (gemeinsam mit der Deutschen Jazzunion), die erstmals wissenschaftlich die Arbeitsbedingungen von Jazzmusiker*innen untersucht.

Weiterhin besteht die Forderung, ausreichend bezahlbare und gut ausgestattete Proberäume für Musiker*innen aus dem Bereich Jazz und Improvisierte Musik zu schaffen.
Hier agiert die IG JAZZ gemeinsam mit dem DACH Musik und der Koalition der Freien Szene.


3. Mehr Präsenz in der Öffentlichkeit für Jazz und Improvisierte Musik in Berlin

>>>  Konzeption und Veranstaltung der „Jazzwoche Berlin“ 2019 und 2020 (-> Jazzwoche)
>>>  Kooperation mit field-notes und der Erweiterung der Online-Plattform und Printausgabe um Jazz 2019 (-> www.field-notes.berlin)
>>>  Gemeinsame Verfassung eines Konzept für eine Zentrale Spielstätte für Jazz und improvisierte Musik in Berlin gemeinsam mit der Deutschen Jazzunion und Till Brönner (-> House of Jazz)


4. Bessere Repräsentation von Jazz und Improvisierter Musik – insbesondere der regionalen Szene – im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

>>>  Auf Initiative der IG Jazz Berlin wurde der Berliner Jazzpreis eingerichtet. Seit 2017 wird einmal jährlich gemeinsam von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Rundfunk Berlin Brandenburg ein mit 15.000 € dotierter Jazzpreis vergeben.

Weiterhin besteht die ständige Forderung nach mehr Sendezeit und Repräsentation der regionalen Szene in allen Sendern des öffentlichen Rundfunks.
2019 hat sich die IG Jazz gemeinsam mit anderne Musikverbänden und dem Landesmusikrat gegen die massiven Kürzungen beim rbb positioniert und ist in der AG Sendezeit der Koalition der Freien Szene vertreten.


5. Jazzbeirat und Juryverfahren

>> die IG Jazz macht Vorschläge von Expert*innen für Jazzbeirat und Jurys  (Jazzförderung Berliner Senat, Jury für die spartenübergreifende Förderung aus City Tax Mitteln, Jazzpreis Berlin) und ist diesbezüglich im Austausch mit den Vertreter*innen der Verwaltung.

Die IG Jazz ist in Austausch mit der Senatsverwaltung über die Weiterentwicklung und Konzeption von Juryverfahren und hat an Workshops zum Thema teilgenommen.


6. Kooperation mit anderen Akteuren der Freien Szene Berlins

>>>  im DACH Musik, einem losen Zusammenschluss Berliner Interessensverbände aus verschiedenen Musikbereichen, arbeitet die IG Jazz mit der Initiative neue musik, der Vereinigung für Alte Musik und dem Verband Zeitgenössiches Musiktheater Berlin an gemeinsamen Themen
>>>  Seit Gründung der Koalition der Freien Szene sind ständig Mitglieder der IG Jazz im Sprecherkreis vertreten. Seit 2019 ist die IG Jazz Mitglied im Bündnis Freie Szene e.V., der die Arbeit der Koalition der Freien Szene unterstützt.
>>>  Die IG Jazz ist in Diskurs und Austausch mit der Politik und Verwaltung, mit der Deutschen Jazzunion, mit den Berliner Musikverbänden und Verbänden anderer Sparten wie auch dem Musicboard über aktuelle kulturpolitische Themen und Perspektiven.